Zu wenig Sozialwohnungen in Niedersachsen

Zu den Gründen gehört auch, dass Gemeinden, Bahn und Bund „große Bestände“ verkauft haben. Die Käufer, oft anonyme Fonds, ziehen oft nur Geld aus den Wohnungsbeständen. Verkauf an die bisherigen Mieter, steigende Mieten, Vernachlässigung der Wohnungen bis hin zu gewissenlosen „Entmietungs“versuchen sind vielfach die Folge.

„Genossenschaftswohnungen und Sozialer Wohnungsbau sind Errungenschaften der Arbeiterbewegung“, erinnert Landtagskandidatin Ute Lamla an die Anfänge. „Nach Jahrzehnten des ‚Wirtschaftswunders’sehen wir, wie wichtig der Schutz des Zuhauses ist.“

Die schwarz-gelben Regierungen in Bund und Land haben hier zu wenig getan und immer wieder auf den „Markt“ gesetzt. So sind von 2,47 Mio. Sozialwohnungen in 2002 in 2010 nur noch 1,66 Mio. geblieben. Jede dritte ist nun „frei“.

„Land und Bund müssen beide mehr tun, um den Lebenskern vieler Menschen zu schützen“, fordert Lamla. „Derzeit schieben sie sich gegenseitig den Schwarzen Peter zu.

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