Wer braucht Glyphosat in Urin oder Bier?

Der Druck der Kritiker war erfolgeich: Die Genehmigung für Glyphosat wird erstmal nicht verlängert, freuen sich die Neustädter Grünen. Die Daten: Zum 31. Dezember 2015 lief die Genehmigung des Spritzmittels aus. Die EU vertagte die Neuzulassung auf den 8. März. Jetzt, am 19. Mai, wurde die Entscheidung weiter verschoben, ob der brutale Krautvernichter ab 1.7.2016 weiter erlaubt sein soll.

Glyphosat wird auf geschätzt 40 % aller landwirtschaftlichen Flächen eingesetzt. Es ist ein starkes Mittel, das auch unter dem Namen „Roundup“ verkauft wird. Das Pflanzenspritzmittel Glyphosat ist inzwischen bei vielen Menschen im Urin nachgewiesen und jüngst auch in vielen Biersorten, teilweise in großen Mengen. Auch die Wechselwirkung mit anderen Umweltgiften erhöht die Risiken.

Bild 3  Zehn Jahre nach der letzten Zulassung bewertet die Weltgesundheitsorganisation Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“. Laut Umweltbundesamt trägt das Pestizid entscheidend zum Verlust der biologischen Vielfalt und zum Artensterben bei. Das meint auch die europäische Behörde EFSA. „Dennoch will sie Glyphosat weiter zulassen“, kritisiert Ute Lamla von den Grünen. „Wir vermuten hier die Früchte der Lobbyistenarbeit von Monsanto und Co. in Brüssel.“  Deshalb unterstützen die Grünen Initiativen des BUND und des Münchner Umweltinstitutes gegen die Wiederzulassung von Glyphosat.

Die Stadt Neustadt verwendet keine glyphosathaltigen Mittel, erfuhren die Grünen auf ihre Anfrage hin. „Entscheidend ist der Gebrauch in der Landwirtschaft, die im Neustädter Land prägend ist. Moderne Landwirtschaft muss aber intelligenter sein“, stellt Lamla fest.

Im wenigen Wochen, schon im Mai, will die EU entscheiden. Unter   www.bund.net/glyphosat-aktion und unter www.campact.de können Sie den Protest gegen Glyphosat unterstützen.

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