Neustädter Ortsrat spendet für Mahnmal zum Gedenken an jüdische Mitbürger

Dank einer Spende des Neustädter Ortsrats hat das von Grünen-Ratsfrau Ute Lamla und Heidi Sommer angeregte Mahnmal für vertriebene und ermorderte Juden in der Stadt bessere Chancen, endlich realisiert zu werden.

Spende ueberreicht

Einen symbolischen Scheck im Wert von 1.700 Euro zur Errichtung des Mahnmals konnten jetzt Ortsbürgermeister Klaus-Peter Sommer und sein Stellvertreter Johannes Laub an die beiden Initiatorinnen überreichen. Denn der Ortsrat hatte sich am 1. Februar 2017 einstimmig für die Unterstützung der Initiative ausgesprochen und dafür eine Anschubfinanzierung von 1.700 Euro aus seinen Mitteln gebilligt. Die noch notwendigen 17.000 Euro für das Mahnmal hoffen die Initiatorinnen durch eine Spendensammlung aufbringen zu können.

Sommer bedankte sich bei ihnen: „Endlich können wir das schon in der Wahlperiode 2001 bis 2006 diskutierte Mahnmal für Neustadt bekommen.“ Seinerzeit sei das Projekt u. a. an der Standortfrage gescheitert. Der von Ortsrat und Verwaltung vorgeschlagene Standort am Erichsberg war von Herrn Brieden als Vertreter des Arbeitskreises Regionalgeschichte abgelehnt worden.

Ute Lamla und Heidi Sommer: „Mit dem Mahnmal wollen wir an die ehemaligen Nachbarn und Freunde erinnern, die durch Hass und Wahn als unschuldige Menschen vertrieben wurden. Die Standortfrage ist derzeit noch ungeklärt. Bei mehreren in Frage kommenden Möglichkeiten können wir uns vorstellen, die Bürgerinnen und Bürger zu beteiligen.“ – (Foto: Ortsrat Neustadt/Don Philipe Design und Photo)

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