Mahnwache: 30 Jahre Tschernobyl

… zu einer Mahnmache unter dem Motto „Nein zur Atomenergie – Ja zur Energiewende. Solidarität mit den Opfern in der Ukraine“ auf.

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Die Atomkatastrophe am 26. April 1986 in Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl wurde als erster „katastrophaler Unfall“ auf der siebenstufigen internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse eingestuft. In den ersten zehn Tagen nach der Explosion wurde mehreren Trillionen Becquerel Strahlung freigesetzt. Die radioaktiven Stoffe, darunter die Isotope 137 Cäsium mit einer Halbwertszeit (HWZ) von rund 30 Jahren und 131 Iridium (HWZ: 8 Tage), kontaminierten hauptsächlich die Region nordöstlich von Tschernobyl sowie viele Länder in Europa.
Nach der Katastrophe begannen sogenannte Liquidatoren mit der Dekontamination der am stärksten betroffenen Gebiete. Bis November 1986 wurde ein provisorischer Schutzmantel aus Stahlbeton gebaut, der meist als „Sarkophag“ bezeichnet wird. Der ist bereits löcherig und soll durch einen neuen ersetzt werden. Die Umgebung des AKW ist noch immer verstrahlt, die Ruine von Block 4 nicht zerlegt und abgebaut. Die Langzeitfolgen schwanken zwischen 8.000 und hunderttausend Toten.
Vor allem das Krisenland Ukraine und Weißrußland leiden darunter. Vor fünf Jahren kam die Atomkatastrophe von Fukushima hinzu. Zwischenfälle in deutschen, französischen und kürzlich im belgischen AKW Tihange werden oft kleingeredet. Jede und Jeder hat Gelegenheit, an der Alten Wache seine Solidarität mit den Opfern in der Ukraine und in Weißrussland zu zeigen.
Die Mahnwache beginnt am 26. April 2016 um 18 Uhr an der „Alten Wache“ auf dem Marktplatz in Neustadt. Weitere Informationen gibt es auf http://www.gruene-nrue.de und Telefon (0173) 93 36 931.

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