Grüne für tiefgreifende nachhaltige Veränderungen der Landwirtschaft

Tiefgreifende und nachhaltige Veränderungen in der Landwirtschaft hat die klimaschutzpolitische Sprecherin der Regionsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen, Ute Lamla, gefordert.

„Der Bauernverband, der sich mit Händen und Füßen gegen Kritik, Reformen, gegen Fakten und Konsequenzen wehrt, die den Klimawandel auch nur im entferntesten mit der Landwirtschaft in Verbindung bringen, will jetzt von den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern mehr Geld,“ sagte die Neustädter Regionsabgeordnete. „Wir brauchen dringend einen Systemwechsel hin zur nachhaltigen, ökologischen und klimafreundlichen Landwirtschaft, die keine Pflanzengifte mehr ausbringt und nur so viel Nährstoffe (z.B. Gülle) wie Boden, Wasser und Klima vertragen können.“

Dazu gehöre auch ein reduzierter Konsum von Fleisch, wie der Klimaforscher Mojib Latif fordert (die Neue Presse berichtete am 03.08.2018). Denn unser heutiges Konsumverhalten ginge auf Kosten unserer Kinder und zukünftiger Generationen.

„Wir Grünen fordern, aus der Massentierhaltung auszusteigen. Diese produziert nicht nur hier vor Ort Treibhausgase, auch die Rodung des Regenwalds in Südamerika für den Anbau von Futtermitteln für unsere Schweine und Rinder hat einen negativen Einfluss auf das Klima des gesamten Planeten“, sagte Ute Lamla.

„Wir wollen eine Agrarwende, jetzt!“, forderte Lamla. „Zusammen mit den Landwirtinnen und Landwirten, die die Zeichen der Zeit erkannt haben. Denn die Landwirtschaft selbst ist unmittelbar von einem sich ändernden Klima betroffen. Aber die industrielle Landwirtschaft ist auch mitverantwortlich für die Klimakrise.“

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