9.11.19: Grüne rufen zum Gedenken an Opfer der Judenvernichtung auf

„Die Erinnerung ist das Wichtigste, um das Geschehene nicht zu vergessen“, erklärt Neustadts Vize-Bürgermeisterin Ute Lamla anlässlich des Gedenktages für die Verfolgung und Ermordung von Juden in Neustadt am 9. November. „Daher ist es gut, einen Ort, das Mahnmal für die Neustädter Opfer der Judenvernichtung, zu haben, an dem man sich versammeln kann“.

Beim Gedenktag geht es um die unfassbaren und unmenschlichen Verbrechen, die unter der Herrschaft des Nationalsozialismus an jüdischen Mitbürgerinnen und –bürgern begangen wurden. Die Neustädter Grünen erhoffen sich eine rege Beteiligung beim Gedenken am Samstag um 12 Uhr am Mahnmal Zwischen den Brücken, zu dem die Stadt und der Arbeitskreis Regionalgeschichte eingeladen haben.

„Rassismus, Hass und Verblendung schleichen sich im Gewande des Populismus von rechts wieder in die Parlamente und auch in unseren Alltag ein“, betont Vize-Bürgermeisterin Lamla. Dagegen müssten Demokraten entschlossen, mutig und wehrhaft zusammenstehen. „Denn Demokratie ist mehr als eine Staatsform. Demokratie ist eine Lebenshaltung – und die wollen wir behalten“, ergänzt Charly Schatz-Wanek, ein der beiden Sprecher der Neustädter Grünen. „Wir alle müssen gegenhalten bei Sprüchen, Drohungen und Angriffen. So etwas wie im Nationalsozialismus und der Zeit davor darf sich nicht wiederholen. Das war der Tiefpunkt der Zivilisation in Deutschland“, ergänzt er.

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