Bürgermeister Uwe Sternbeck nach 15 Jahren feierlich verabschiedet

Feierlicher Abschied für unseren grünen Bürgermeister, der die Geschicke der Stadt Neustadt 15 Jahre lang mitgeprägt hatte: Über 150 Gäste, darunter auch der Vorstand der Neustädter Grünen, würdigten am 29. Oktober 2019 im Schloß Landestrost die Verdienste des scheidenden Stadtoberhaupts.

Sternbecks amtlicher Stellvertreter Maic Schillack würdigte ihn als „Ehrenmann“. Von etlichen weiteren Wegbegleitern erntete der Bürgermeister reichlich Komplimente. Regionspräsident Hauke Jagau pries die unaufgeregte, aber verbindliche Art, mit der Sternbeck die Stadt geführt habe.Der Ratsvorsitzende Wilhelm Wesemann lobte Sternbecks hohe soziale Kompetenz, die es ihm neben dem verwaltungstechnischen Fachwissen ermöglicht habe, die manchmal unübersichtlichen Interessenlagen der Stadtpolitik sauber zu sortieren. Hilmar von Lojewski vom Deutschen Städtetag pries Sternbecks kluge Anmerkungen und seine präzise, selbstlose und pragmatische Art. Jan Arning vom niedersächsischen Pendant würdigte die Sternbecks ruhige diplomatische Art und dessen trockenen Humor.

Wunstorfs Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt, als Sprecher der Hauptverwaltungsbeamten in der Region, verwies auf die gute Zusammenarbeit der Nachbarstädte und die Gemeinsamkeiten, die auch beide Bürgermeister verbänden. Eine der Gemeinsamkeiten, die Eber­hardt hervorhob, ist der christliche Glaube, der beide auch im Amt trage.

Das bekräftigte Superintendent Michael Hagen in seiner Laudatio. In einer Kirchennacht in Liebfrauen habe sich Sternbeck als frisch gewählter Bürgermeister seinerzeit sympathisch, locker und entspannt präsentiert, erinnerte sich Hagen. Und dass er einmal an einem Schützenfestwochenende zum Kirchentag gefahren sei, sei angesichts der Leidenschaft der Neustädter für das Traditionsfest schon sehr gewagt gewesen. Mit Kritik müsse man umgehen können, „nur wer nichts macht, macht auch keine Fehler“.

Sternbecks eigene Bilanz listet unter anderem die Festwoche Ab in die Mitte und das Stadtmarketing auf. Das Beleuchtungskonzept und Lichterfeste folgten, auch den Ausbau der Uferwegs in Mardorf, des Schulzentrums Süd und des ZOB trieb er voran. Die Kinderbetreuung wuchs unter seiner Führung zur größten Einheit der Stadtverwaltung an. Die Dörfer profitierten von Förderprogrammen wie ILEK und LEADER, das Mühlenfelder Land von einer umfassenden Dorferneuerung. Weiteres Glanzlicht für Neustadts Ansehen sei die 800-Jahr-Feier 2015 gewesen, sagte Sternbeck. Er dankte den vielen engagierten Neustädtern, die halfen, die Stadt zu einer besonderen zu machen, und den Mitarbeitern der Stadtverwaltung.

Zum musikalischen Rahmen des Abschiedsfest trugen das A-cappella-Ensemble Akkordarbeiter des Fachbereichsleiters für Infrastrukturen, Jörg Homeier, und die Pop-Jazz-Formation Trift um Uwe Sternbecks Stiefsohn Steffen Schlakat bei. Schlakat widmete seinem Stiefvater sogar einen eigenen Song: „Vielen Dank, Bürgermeister“. Dieser Aussage können sich die Neustädter Grünen nur anschließen, die Uwe Sternbeck und seiner Frau Anja alles Gute für die Zukunft wünschen.

Unser Bild zeigt Uwe Sternbeck (dritter von rechts) im Kreise seiner Familie, Vize-Bürgermeisterin Ute Lamla und Neustadts neuen grünen Bürgermeister Dominic Herbst (rechts). Foto: Phillip Schröder

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